RIMINI
Rimini, Synonym von Meer, Urlaub und Freizeit, hat sich in den letzten Jahren durch Erneuerungbestrebungen der Mode und Gesellschaft bemerkmar gemacht. Heute ist Rimini „Hauptstadt“ des Tourismus - und doch noch viel mehr: eine moderne und spannende Stadt.
Die Stadt wurde 268 v. Chr. von den Römern als Kolonie Ariminum gegründet. Während des römischen Reiches spielte Rimini als End- und Ausgangspunkt der Via Emilia schon eine wichtige Rolle. Das römische Rimini bezeugt durch den berühmten Augustusbogen, der 27 v.Chr. zu Ehren des Kaisers errichtet wurde, oder durch die Tiberiusbrücke mit ihren weiten Bögen aus Kalkstein. Es gibt aber auch ein mittelalterliches Rimini mit Kirchen, in denen Fresken der berühmten Giotto-Schule von Rimini aus dem 14. Jahrhundert zu sehen sind, und das Castel Sigismondo. In der Reinassance veränderte die Familie der Malatesta, vor allem Sigismondo, tief greifend die Stadt politisch und kulturell. Das Rimini der Renaissance ist durch das architektonische Meisterwerk Tempio Malatestiano gekennzeichnet.
SAN MARINO
SAN MARINO, die älteste Republik Europas, erhebt sich auf dem Berg Titano. Im 13. Jahrhundert etablierte sich die nachweislich älteste und unabhängige Republik Europas, die bis heute in ihren Prinzipien und Institutionen Bestand hat. Das Landes ist überaus bergig, wobei das Kalksteinmassiv des Monte Titano im Norden steil zu einer Ebene abfällt, im Süden hingegen in ein breites Hügelland übergeht.
Seit 2008 ist San Marino auf der UNESCO Liste des Welterbes verzeichnet.
SAN LEO
Inmitten des Marecchia Tales liegt San Leo, die historische Hauptstadt des Montefeltro-Gebiets. San Leo ist nicht nur für seine Festung, seine Pfarrkirche und seinen Dom berühmt, sondern auch für eine ebenso mysteriöse wie faszinierende Persönlichkeit: den Grafen und Alchimisten Cagliostro, der in der Burg gefangen gehalten wurde und in hier im Jahr 1795 starb.
VERUCCHIO
Beim Besichtigungsausflug kann man auch durch die die mittelalterlichen Straßen und Höfe in VERUCCHIO bummeln. Hier hatte die Familie Malatesta ihren Ursprung.
Verucchio weist eine sehr alte Geschichte auf, die von der Anwesenheit einer noch geheimnisvolleren, aber sicherlich wunderbaren Kultur veredelt worden ist. Eine voretruskische Bevölkerung ließ sich hier zwischen der Hälfte des 11. Jhdts. und des 6. Jhdts. v. Chr. nieder. Diese Bevölkerung war mit dem großen Zentrum Villanovas (Ort in der Nähe von Bologna) verwandt. Wegen des Reichtums und der Besonderheit der Funde bezeichneten die Archäologen diese Kultur als „Civiltà Verucchiese“.
Zu Besichtigen: Die Burg Malatestiana, das Villanovianische Archäologische Stadmuseum, das seinen Sitz im ehemaligen Kloster des Heiligen Agostino hat, die Collegiata Kirche. Nicht zu vergessen der Franziskanerkonvent der Frati Minori in Villa Verucchio, wo eine jahrhundertealte Zypresse steht, die angeblich der Heilige Franz von Assisi hier angepflanzt haben soll.
SANTARCANGELO DI ROMAGNA
Die erste Besiedlung der Gemeinde von Santarcangelo fand um 268 v. Chr. statt. Das Dorf wurde tief durch die Adelsfamilie Malatesta geprägt, die auf dem Tuffsteinhügel Monte Giove (Iovis Hügel) ihre Burgfestung errichten ließen. In Santarcangelo können Sie den Geist der Vergangenheit spüren: mit jeder Treppenstufe, zwischen Gassen und Panoramaterrassen, kleinen Häusern, antiken Palazzi, Kirchen und Klöstern werden Sie zurück in die Zeit versetzt.
Sehenswert sind auch die unterirdischen und faszinierenden Grotten. Es handelt sich wirklich um eine „Stadt unter der Stadt“. Man vermutet, daß man in der Vergangenheit in einem Teil dieser Grotten normalerweise Sangiovese Wein und Käse ablagerte.
Aber welche Benutzung hatte die anderen Grotten? Das ist noch ein Geheimnis!
GRADARA
Die imposante Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert, die die ganze Stadt umgibt, ist herrlich. Mit ihren zahlreichen Zinnen und Türmchen ist sie eines der schönsten Wahrzeichen der Adriaküste. Die Burg, die die Stadt überragt, gehörte der Familie Malatesta. Hier soll, so sagt die Tradition, im Jahre 1289 der Doppelmord verübt worden sein an Francesca von Rimini und ihrem Geliebten Paolo. Dante machte dieses Verbrechen durch seine Dichtungen unsterblich.
LONGIANO
Die Gründung von Longiano fällt in die Zeit zwischen dem 7. und 8. Jahrhundert zurück. Ein antikes Pergament aus dem 1059 bescheinigt, daß in der Gegend ein wichtiges Schloß erbaut wurde. Nachdem Rimini unter die Herrschaft der Malatesta fiel, folgte auch Longiano diesem Schicksal und Giovanni, der Sohn der Malatesta, „lo Zoppo“ („Der Humpelnde“) genannt, wurde im Jahre 1290 der erste Herrscher von Longiano. Im Mittelalter dazugfügten die Malatesta neue Basteien und die Burg, welche noch heute sichtbar ist, zur höheren Verfestigung des Schloßes vergrößten.
Heutzutage ist Longiano ein lebhaftes Dorf. Besonders sein Theater, „Das Petrella“, ist heute in der Kunstwelt berühmt und wichtig, weil viele Theaterregisseur die Tradition festhalten, ihren Theaterstücke hier gern zu proben. So, sagt man, daß „die Theaterproben im Petrella durchzuspielen, das bringt Glück“!
RAVENNA
Jede Stadt ist in sich einzigartig, aber Ravenna, zwischen Orient und Okzident, hat kaum seinesgleichen. So schrieb
George Byron schrieb.Tatsache ist, daß Ravenna, als neues Rom, ganz allein einer Epoche seinen Stempel aufgedrückt und seine eigene Geschichte geschrieben hat. Im Jahre 402 n. Chr. verlegte Kaiser Honorius die Hauptstadt des weströmischen Kaiserreiches von Rom nach Ravenna; hier herrschte später seine Stiefschwester Galla Placidia als Kaiserin und Christin. Hier errichtete der in Byzanz erzogene Gotenkönig Theoderich, der Sieger über Odoakers Heruler, seinen Palast, Kirchen und herrliche Gebäude, die ihm heute noch Ehre erweisen. Nach der Wiedereroberung durch Justinian (540 n. Chr.) führten hier die Exarchen, die zwei Jahrhunderte lang die Herrschaft ausübten, orientalische Kultur ein und lißen es zu einem wahren Byzanz des Abendlandes werden.
Ravenna, Hauptstadt der Mosaiken. Zu besichtigen sind: San Vitale (6. Jhd.), in achteckigem Grundriss errichtet. In ihr thront die Pracht des Golden und der Farben der großen Mosaike überall. Das Mausoleum der Galla Placidia (5. Jhd.), allein stehendes kleines Oratorium mit Grundriss aus lateinischem Kreuz, berühmt durch die Mosaike in den Gewölben, die einen mit Sternen besetzten Himmel wiedergeben. Die Basilika von Sant'Apollinare Nuovo, deren Mosaike vielleicht die absoluten Meisterwerke der ravennatischen Mosaike bilden.
Kaum außerhalb der Stadt Sant'Apollinare in Classe, prächtige Basilika des 6. Jhds. mit Mosaiken im Presbyterium und vor der Kirche einem zylindrischen Campanile.
CESENA
In Cesena können die Besucher die Kultur des italienischen Humanismus entdecken. In der Satdt befindet sich die umfangreiche Bibliothek Malatestiana, ein wichtiges Beispiel einer Renaissance-Bibliothek. Sie umfasst ungefähr 300.000 Bücher, darunter 1753 handgeschriebene und antike, wertvolle Manuskripten.
CESENATICO
Cesenatico ist eine kleine und charmante Satdt. Sein Hafen wurde 1314 erbaut. In den Folgejahren mehrmals zerstört und wieder aufgebaut und erlangte eine grosse Bedeutung während der Herrschaft der Malatesta und anschliessend mit Cesare Borgia, der das Projekt fuer den erneuten Wiederaufbau Leonardo da Vinci übergab jedoch nie ausgeführt wurde.
FAENZA
Die Stadt Faenza hat etruskisch-romanische Herkunft und befindet sich auf der Emilia, einer römischen Straße, die von Rimini bis nach Piacenza führt.
Heute ist Faenza die internationale Hauptstadt der Keramik. Es ist nicht zufällig, dass Faenza (Faïence, Fayence) ihren Namen der Keramikkunst in sehr vielen Sprachen gegeben hat.
Die Keramik ist das Markenzeichen dieser Stadt, und man kann sie in dem bekannten Internationalen Keramik Musem finden. Hier gibt es die größte Sammlung von Keramik in der Welt.
Die jahrhundertealte Kultur der Keramik ist durch fünf Kontinente belegt.
Man lernt die italienische und europäische Produktion von der Renaissance bis zur Gegenwart, wichtige Keramikkunst aus dem präkolumbianischen Amerika, die islamische Keramik (meistens aus dem Iran und Iraq, aus Ägypten und der Türkei) und internationale Gegenwartskunst von den größten Künstlern wie, z.B. Picasso, Chagall, Matisse, Léger kennen.
Die Keramik ist auch in dem Stadtzentrum zu entdecken. Sie ergänzt die Fassaden der schönen Renaissance- und Neuklassizistischen Paläste, und sie wird in den Keramikgeschäften vorgeführt. Schauen Sie in eine Werkstatt, hier sehen Sie noch Töpfer an der Drehscheibe und dem Malpult.